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17. Mai 2006
CO² Alarm
Am Mittwoch nachmittag um 16:30 Uhr wurden die Vellmarer Einsatzkräfte zunächst über Telefon zu der Firma Kemper gerufen.
Bei Arbeiten an der Brandmeldeanlage kam es vermutlich zur Fehlauslösung der Löschanlage.

Da es sich bei CO² um ein nichtbrennbares, fast geruchloses, aber dennoch in hohen Dosierungen tödliches Gas handelt, verliessen die Mitarbeiter der Firma Kemper schnellstmöglich das Gebäude.

Die Feuerwehr rückte zunächst mit einem Fahrzeug an um einen CO² Test mittels dafür vorgesehen Prüfröhrchen durchzuführen.

Ein Trupp unter Atemschutz ging in das Gebäude vor und führte an verschiedenen Stellen im Objekt eine CO² Messung durch.

Diese erwies sich schließlich als positiv.

Umgehend wurde ein Rettungswagen für die Eigensicherung der Vellmarer Kameraden an die Einsatzstelle nachgefordert.

Der Trupp unter Atemschutz schaltete zunächst einmal die CO² Löschanlage aus um ein weiteres Ausströmen des Gases zu verhindern.

Der Einsatzleiter ließ nun, da davon auszugehen war, dass der Einsatz länger dauert und mehrere Atemschutzgeräteträger benötigt wurden Melderalarm für die Feuerwehr Vellmar auslösen.

Kurz darauf erreichten weitere Einsatzkräfte die Einsatzstelle.

Nach einer weiteren Lagebesprechung wurden die Fenster in den betroffenen Räumen geöffnet und Druckbelüfter in Stellung gebracht um so das Gebäude von dem CO² zu bereinigen.

Schnell stellte sich jedoch heraus, dass unsere Druckbelüfter für ein Objekt solcher Größe und für Gase die schwerer sind als Luft, also sich am Boden sammeln, nicht geeignet sind.
Von der Berufsfeuerwehr Kassel wurde ein großes Be- und Entlüftungsgerät angefordert.

Das Entlüftungsgerät der Berufsfeuerwehr funktioniert ähnlich wie ein Staubsauger. Schläuche mit ca. 1/2 Meter Durchmesser werden vor und hinter der Windmaschine angeschlossen. Ein Ende kommt in den zu entlüftenden Raum, das andere Ende wird ins freie gelegt.

Nachdem das Entlüftungsgerät der Berufsfeuerwehr eingetroffen war, wurde dieses aufgebaut und in Stellung gebracht.

Da es sich bei CO² zwar um ein Atemgift handelt, dieses aber selbst beim Ausatmen des Menschen erzeugt wird und nur in hoher Konzentration tödlich, bzw. giftig wirkt, konnte das CO² ohne Gefahr für die Anwohner ins freie gelassen werden.

Mit dem Entlüftungsgerät konnten nach und nach alle betroffenen Räume CO² frei gemacht werden.

Eine abschließende Messung ergab, dass das Gebäude wieder CO² frei war.

Dennoch wurden die Räume, die am schlimmsten betroffen waren von der Feuerwehr versiegelt, da nicht auszuschliessen war, dass sich unter der Decke oder unter dem Fussboden "CO² Blasen" gebildet hatten, die jederzeit durch Erschütterung "platzen" konnten.

Das Gebäude sollte am nächsten Tag durch das Amt für Arbeitssicherheít wieder freigegeben werden.

Nach mehr als vier Stunden Einsatzdauer konnten alle Einsatzkräfte wieder einrücken.
Ausgerückte Fahrzeuge:

ELW 1 (a.D.)

LF 16/12

DLK 23/12

LF 16

MTW (a.D.)
 
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